Fukushima – die Lage 5 Jahre danach

Von Josef Lutz, Rolf Bertram und Stephan Moldzio, alle drei Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der Offenen Akademie. Aktualisiert 9.3.16.
Es wird derzeit der Eindruck erweckt, die Lage in Fukushima Dai-ichi sei weitgehend im Griff. Dieser Eindruck ist falsch. Vielmehr kommt ein immer größeres Ausmaß der Atomkatastrophe ans Licht.

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Kategorie: Aktuelles, Stellungnahmen zur Reaktorkatastrophe in Japan

Völlige Unterschätzung der gesundheitlichen Risiken von Tritium und Radiokohlenstoff in Fukushima

Auf allen Stufen der Bergungs- und Aufräumarbeiten werden große aber bisher nicht erfasste Mengen an Tritium und C-14 (Radikohlenstoff) emittiert. Diese beiden Radionuklide stammen zum Teil aus den aktivierten Strukturelementen der zerstörten Reaktoren, zum größeren Teil werden sie durch die von den gelagerten bestrahlten Brennelementen ständig ausgehende Neutronenstrahlung durch Aktivierungsprozesse im Luftraum gebildet. Hier kommt besonders die Umwandlungsreaktion des Stickstoffs der Luft zu C-14 als dominierende Quelle infrage. Diese Aktivierungsprodukte werden durch den bei den Räumungsarbeiten aufgewirbeltem Feinstaub und durch CO2 über weite Landstriche transportiert.

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Neutronen – die tückische Gefahr durch Bildung radioaktiver Aktivierungsprodukte

von Prof. Dr. Rolf Bertram, 25.04.2014

Die Unterschätzung radioaktiver Aktivierungsprodukte ist ein typisches Beispiel für Bewertungen von Situationen, bei denen die Ursachen und die messbaren Auswirkungen zeitlich weit auseinanderliegen. Nach jahrzehntelanger Einlagerung und wegen der Langlebigkeit von 14C kommt es zur Anreicherung und damit zu einer wachsenden Kontamination bodennaher Luftschichten durch 14C.
Die vom Inventar eines Castors ausgehende Strahlung wird nur unzureichend abgeschirmt. Dadurch existiert in der Umgebung eingelagerter Castoren ein Mischstrahlungsfeld von Neutronen- und Gammastrahlen, das auch in einem Abstand von einigen hundert Metern noch messbar ist.

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Die fortschreitende Atomkatastrophe in Fukushima und die radioaktive Kontamination des Pazifik

Erweitert 8.3.2014

Im September 2013, bei der Vergabe für die Olympiade 2020 erklärte der Japanische Premierminister: “Die Lage in Fukushima ist unter Kontrolle”. Das ist nicht wahr. Richtig stellt der Atomphysiker Horoaki Koide von der Universität Kyoto fest, dass die Lage völlig außer Kontrolle ist: „Das Gelände rund um Fukushima ist zu einer Art radioaktivem Sumpf geworden. In den umliegenden Brunnen wird hochradioaktives Material entdeckt, und natürlich läuft ein Teil davon ins Meer” [1].

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Fukushima: Bereits dreimal mehr Radioaktivität als Tschernobyl freigesetzt

Der Energie- und Atomexperte Mycle Schneider, der 1997  zusammen mit Jinzaburo Takagi den Alternativen Nobelpreis erhielt, bestätigt unsere Einschätzung der extremen Gefahr ausgehend von den Abklingbecken der Atomruine Fukushima:

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Fachzeitschrift „Umwelt-Medizin-Gesellschaft“ mit Beitrag zu Fukushima

Neu im Shop der Offenen Akademie

umwelt medizin gesellschaft 4/2011Die Fachzeitschrift „Umwelt-Medizin-Gesellschaft“ veröffentlicht in ihrer Ausgabe 4/2011 den Artikel „Freigesetzte Radioaktivität aus der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Pazifik und in der Nahrungskette“ von  Stephan Moldzio, Thomas Dersee, Dirk Zimmermann, Josef Lutz, Rolf Bertram, Anton Eisenhauer und Rainer Frentzel-Beyme. Die Autoren leiten ihren Artikel ein mit:

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