Endlager Schweden – Einwendungen empfohlen

von Prof. Dr. Rolf Bertram, Göttingen

Der Mensch kann die Wege der Radionuklide nicht steuern, und sie machen auch vor nationalen Grenzen nicht halt, ob in der Luft, im Wasser oder in der Nahrungskette“ (Stephani Cooke, „Atom – Die Geschichte des nuklearen Irrtums“, Kiepenheuer, 2011)

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Kategorie: Aktuelles, Stellungnahmen zur Reaktorkatastrophe in Japan

Völlige Unterschätzung der gesundheitlichen Risiken von Tritium und Radiokohlenstoff in Fukushima

Auf allen Stufen der Bergungs- und Aufräumarbeiten werden große aber bisher nicht erfasste Mengen an Tritium und C-14 (Radikohlenstoff) emittiert. Diese beiden Radionuklide stammen zum Teil aus den aktivierten Strukturelementen der zerstörten Reaktoren, zum größeren Teil werden sie durch die von den gelagerten bestrahlten Brennelementen ständig ausgehende Neutronenstrahlung durch Aktivierungsprozesse im Luftraum gebildet. Hier kommt besonders die Umwandlungsreaktion des Stickstoffs der Luft zu C-14 als dominierende Quelle infrage. Diese Aktivierungsprodukte werden durch den bei den Räumungsarbeiten aufgewirbeltem Feinstaub und durch CO2 über weite Landstriche transportiert.

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