Offene Akademie Veranstaltungsreihe an der WH Recklinghausen

Offene Akademie – Fortschrittliche Wissenschaft und Kultur an der Hochschule – Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup – Westfälische Hochschule Recklinghausen

Veranstaltungsreihe an der WH Recklinghausen
August-Schmidt-Ring 10, 45665 Recklinghausen

  • Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18.00 Uhr, Hörsaal D
    Dr. Heinz-J. Bontrup, WH Recklinghausen
    Gegen Flexibilisierung und 12-Std.-Tag:
    Plädoyer für 30-Std.-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich

    Seit der Wiedervereinigung wächst die Produktivität in Deutschland schneller als das Bruttoinlandsprodukt (BIP), daher kann die Massenarbeitslosigkeit nicht gesenkt werden und wird in Krisenjahren wieder steigen. Mit der Agenda 2010 wurde der Niedriglohnsektor ausgebaut. Erzwungene Mehrarbeit, niedrigere Rentenbezüge und Altersarmut sind die Folge. Wenn man das nicht will, muss man das Arbeitsvolumen durch eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich verknappen und die abhängig Beschäftigten an dem technologischen Fortschritt teilhaben lassen. Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnausgleich, stärkere Flexibilisierung und Verlängerung des Arbeitstags müssen von Beschäftigten und Gewerkschaften grundsätzlich abgelehnt werden.
    Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup ist Wirtschaftswissenschaftler an der Westfälischen Hochschule und Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Am 21. März 2018 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine vielfältige Aufklärungsarbeit gegen den neoliberalen Mainstream.
  • Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18.00 Uhr, Hörsaal D
    Harald Friedrich, Büro für Umweltconsulting Meschede /
    Christian Link, Bergmann in der Wasserhaltung
    Rettet das Wasser – Stoppt die Vergiftung durch Flutung stillgelegter Schachtanlagen!
    Über 600.000 Tonnen Müll lagern in den ausgekohlten Bergwerksstollen unter Tage. Tausende Tonnen davon sind Stoffe, die zu den giftigsten Substanzen der Erde zu zählen sind. Nach der Stilllegung der Schachtanlagen will die RAG den Wasserspiegel des Grubenwassers ansteigen lassen und damit den Giftmüll fluten. Ein extrem gefährliches Vorhaben – denn das vergiftet unsere Flüsse und Meere mit hochgiftigen Substanzen und es droht die Verseuchung unseres Trinkwassers. Die RAG darf die Bergwerke auf keinen Fall mit Grubenwasser fluten weil die in den Bergwerken gelagerten Gifte grundsätzlich nicht ins Wasser gelangen dürfen!
    Dr. Harald Friedrichaus Meschede ist Chemiker und Fachmann für toxische Belastungen. Unter der früheren SPD/Grünen-Landesregierung NRW war er lange Jahre Abteilungsleiter für Abfall-, Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Umweltministerium.
    Christian Link aus Gelsenkirchen ist Bergmann und viele Jahre tätig in der Wasserhaltung unter Tage. Als er die Vergiftung von Wasser durch steigendes Grubenwasser öffentlich machte, verhängte die RAG ein Einfahrverbot.
  • Mittwoch, 19. Dezember 2018, 18.00 Uhr, Hörsaal D
    -Psych. Christoph Klug, Offene Akademie
    Gesundheitsschäden durch Ausbeutung von Mensch und Natur
    Unternehmer und Regierung arbeiten an einer „Reform“ des Arbeitszeitgesetzes. Ihr Plan „Flexibel unter- und überbeschäftigt bis zur 60-Std.-Woche“ ist eine Gefährdung der Gesundheit. Denn überintensive, schwere Arbeitstage hemmen die Tätigkeit der Entgiftungsorgane des Körpers, schwächen das Immunsystem und greifen so die Gesundheit auf zwei verschiedenen Wegen an. Toxische Stoffe können sich darunter im Organismus ansammeln und die oft fragwürdigen Grenzwerte um ein Mehrfaches überschreiten. Die Einschränkung von Nacht- und Schichtarbeit, Verkürzung der Arbeitszeit und der Schutz unserer natürlichen Umwelt sind die bedeutendsten präventiven Maßnahmen zur Erhaltung psychischer und körperlicher Gesundheit.
    Der Dipl.-Psychologe Christoph Klug aus Recklinghausen ist ein Fachmann für Gesundheits- und Arbeitsschutz. In einem Projekt von „Offener Akademie“ und der Universität Bremen untersuchte er die Gesundheitsfolgen von Stress und Belastung in Industriebetrieben und Krankenhäusern.
  • Mittwoch, 9. Januar 2019, 18.00 Uhr, Hörsaal D
    Alexander Schroeter, Student der Sozialwissenschaft
    Rechtsentwicklung und Diktatur – Wohin gehen Regierungen und Staaten?
    Millionen Menschen in Europa gingen gegen soziale Demontage, Unrecht, Korruption und Umweltschutz auf die Straße. Im Gegenzug rücken immer mehr Regierungen in Europa nach rechts.
    Auch in Deutschland wurde eine Rechtsentwicklung eingeleitet. Das Asylrecht wurde nahezu abgeschafft, rechtslastige Organisationen geduldet. Mit dem geplanten „Polizeigesetz“ würde eine in der BRD noch nie dagewesene Abschaffung demokratischer Rechte und Freiheiten verwirklicht. Es muss ein Auftrag aller Demokraten sein, diese Rechtsentwicklung zu stoppen.
    Alexander Schroeter ist Student der Sozialwissenschaft an der Ruhruniversität Bochum. Er ist ein Aktivist für den Umweltschutz und den Erhalt demokratischer Rechte und Freiheiten.

Die Veranstaltungen werden entsprechend den Prinzipien der Offenen Akademie durchgeführt: Überparteilichkeit, weltanschauliche Offenheit, solidarische Streitkultur und finanzielle Unabhängigkeit – bei Ausschluss von rechtslastigem Gedankengut.

Für Anfragen und Teilnahme bitte Mail an:
info@offene-akademie.org


Kategorie: Aktuelles

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