Flugblatt der MLPD Hochschulgruppe Hamburg

Ein Gespenst geht um an der TU Hamburg-Harburg – das Gespenst des Kommunismus!

Man sollte es kaum glauben: Im Jahr des 200. Geburtstags von Karl Marx, dessen Philosophie und Politische Ökonomie angesichts der allgemeinen Krisenhaftigkeit des Imperialismus zunehmendes Interesse erfährt, wird an der TU HH-Harburg die Werbung für eine fortschrittliche wissenschaftliche Veranstaltung verboten! Wie das? Hier der Vorgang (aus dem Flugblatt des Gesprächskreises):
 
„Am 19. Oktober 2018 beantragte Dr. Ulrich Fritsche als Vertreter des Hamburger Gesprächskreises Dialektik & Materialismus beim Kanzler der TU Hamburg die Genehmigung, ein Plakat mit der Werbung für eine Diskussionsveranstaltung mit dem renommierten Göttinger Physiker Prof. Dr. Christian Jooß zur „Selbstorganisation der Materie“ auszuhängen. Diese Genehmigung wurde, „i.A.“ des Kanzlers von dessen Sekretärin, postwendend verweigert. In der mündlichen Begründung hieß es zunächst: „wegen Terrorismusgefahr 9/11“; in der schriftlichen dann auf die Bitte um Angabe der Rechtsgrundlage der Ablehnung: „Nach Absprache mit der Öffentlichkeitsarbeit und der Stabstelle Arbeitssicherheit, ist uns aufgefallen, dass „unsereweltclub“ [die Adresse, die Dr. Fritsche für den Mailverkehr des Gesprächskreises verwendet] der Marx Engels Stiftung unterliegt und wir an der TUHH keine Politischen Vereine unterstützten.“ So grauenhaft das Deutsch dieser „Begründungen“, so abwegig ist ihr Inhalt: Weder „unterliegt“ Ulrich Fritsche oder der Gesprächskreis der Marx-Engels-Stiftung, noch sind der Gesprächskreis oder die seit 40 Jahren existierende und als gemeinnützig anerkannte Marx-Engels-Stiftung „politische Vereine“ – statutarischer Zweck der Stiftung ist die „Erforschung des wissenschaftlichen Werks von Marx und Engels und seiner geschichtlichen Wirksamkeit“–; beide in die Nähe von Gewalttätern zurücken, ist eine absurde Verleumdung.“
Die Hochschulgruppe der MLPD erklärt sich wie viele andere solidarisch mit dem Gesprächskreis und unterstützt die Durchführung dieses hochinteressanten Seminars!
 
Die herrschende Politik ist unfähig, die drängenden Fragen der Menschheit wie den fortschreitenden Übergang in eine globale Umweltkatastrophe, Kriege, Massenarbeitslosigkeit zu lösen. Die bürgerliche Naturwissenschaft steckt in der Krise. Der von Marx und Engels entwickelte Dialektische Materialismus weist den Ausweg daraus.
„Die materialistische Dialektik ist die wissenschaftliche Theorie und Methode, mit deren Hilfe Marxisten-Leninisten die revolutionäre Umgestaltung der Welt in Angriff nehmen.“ (Willi Dickhut, Die dialektische Einheit von Theorie und Praxis, S. 7)
 
Und über diese revolutionäre Theorie und Perspektive soll die Auseinandersetzung unterdrückt werden? Es ist nicht zu akzeptieren, dass der Präsident der TU Hamburg, Prof. Dr. Hendrik Brinksma (brinksma@tuhh.de), über sein Hausrecht eine politische Zensur ausübt.
Protestiert dagegen!
 
„Querdenken erwünscht!“ heißt es auf der Homepage der Technischen Universität Hamburg. Von wegen! Wirkliche Querdenker, die sich erlauben, über den Tellerrand des Kapitalismus und die Unterordnung unter seine Profitwirtschaft hinauszudenken, sollen unterdrückt werden. Wir lassen uns nicht verbieten, unseren eigenen Kopf zu gebrauchen!
 
Wir protestieren gegen diese Einschränkung der Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit


Kategorie: Aktuelles, Proteste TU Hamburg

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