PCB im Grubenwasser – extrem giftige Ewigkeitslast des Steinkohleabbaus im Ruhrgebiet

Neue Vorlesung von Dr. Harald Friedrich, Meschede auf der Offenen Akademie am Montag, 28. September, 14.00 – 15.30 Uhr

Als im Steinkohlebergbau Schachtanlagen stillgelegt wurden, ließen ihre Betreiber hochgiftigen Müll und über 10.000 Tonnen Hydrauliköle mit der krebsererregenden Chemikalie PCB zurück. Jüngsten Messungen zufolge liegen bei der Zeche Prosper Haniel gezogene Proben um das Dreifache höher als es die Umweltqualitätsnorm erlaubt. Ähnlich hohe Werte wurden bei der Zeche Zollverein in Essen oder Haus Aden in Bergkamen gefunden. Die für 2018 geplante Stilllegung und Flutung der Bergwerke stellen eine große Bedrohung für das Oberflächenwasser und die Gesundheit von Millionen Menschen dar.

Dr. Harald Friedrich ist Biochemiker, Abfall- und Wasserexperte sowie ehemaliger Abteilungsleiter des NRW-Umweltministeriums. Er ist maßgeblich an der Aufdeckung der Schadstoffbelastung durch kontaminiertes Grubenwasser beteiligt.

Diese Vorlesung ersetzt die Vorlesung von Jochen Stay von .ausgestrahlt. Das Thema Atommüll wird von Frau Ursula Schönberger am Mi, 30. September um 16:00 Uhr behandelt


Kategorie: 9. Offene Akademie Gelsenkirchen 2015, Aktuelles

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