Mobilfunkforschung im Würgegriff von Industrie und Politik

Vorlesung von Prof. Dr. Franz Adlkofer, Berlin, auf der Offenen Akademie Gelsenkirchen am m Donnerstag, 1.10. um 14 Uhr

Prof. Adlkofer berichtet über die Methoden, deren sich Mobilfunkindustrie und Politik bedienen, um die geltenden Grenzwerte der Hochfrequenzstrahlung möglichst auf Dauer abzusichern. Die Grenzwerte, denen eine verlässliche wissenschaftliche Grundlage fehlt, schützen nicht – wie vorgegeben wird – die Gesundheit der Menschen, sondern die Interessen der Mobilfunkindustrie. Ihre Einführung und Aufrechterhaltung sind das Ergebnis institutioneller Korruption. Diese funktioniert in der Regel zwar unter Einhaltung legaler gesellschaftlicher Normen, scheut aber – wenn der Zweck es verlangt – auch vor illegalen, ja kriminellen Praktiken nicht zurück. Was Krebs beim Menschen anrichtet, tut institutionelle Korruption der Gesellschaft an.
Prof. Adlkofer ist seit 1980 außerplanmäßiger Professor an der Freien Universität Berlin; seit 2010 Vorsitzender des Stiftungsrates der Pandora – Stiftung für unabhängige Forschung. Er leitete das EU-Forschungsprojekt REFLEX zur Untersuchung der Gentoxizität der Mobilfunkstrahlung.


Kategorie: 9. Offene Akademie Gelsenkirchen 2015, Aktuelles

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