Es war einmal: „Guter Hoffnung sein“ – Kinder kriegen zwischen Ökonomisierung und Risikodenken

Vorlesung von Susanne Steppat im Rahmen der Offenen Akademie Gelsenkirchen am Dienstag, 29.9.15, 16.00 Uhr

Was bestimmt heute die Sicht und das Handeln in Bezug auf Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettzeit? Die zunehmende Ökonomisierung aller Lebensbereiche macht auch vor diesem, scheinbar sehr privaten Thema nicht Halt. Risikodenken, Schuldzuweisungen (wenn es nicht so gelaufen ist, wie man sich das vorgestellt hat) und Klagen üben Macht und Einfluss auf dieses Geschehen aus. Die Protagonisten Mutter, Vater, Kind und Hebamme müssen ihre Wege dadurch finden. Niemand darf dabei auf der Strecke bleiben. Wie und unter welchen Bedingungen wird Gebären in Zukunft stattfinden? Welchen Platz und welche Bedingungen  braucht es in dieser Gesellschaft dafür?

Susanne Steppat beendete 1997 ihre Ausbildung zur Hebamme. Seit 1999 arbeitet sie Hebammen Verband. Von 2003 bis 2010 war sie leitende Hebamme, zuerst in Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein), dann in Aachen (Nordrhein-Westfalen. Seit April 2010 ist sie im Präsidium des Deutschen Hebammen Verbandes als Beirätin für den Angestelltenbereich aktiv.

Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und vertritt die Interessen aller Hebammen. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist eine gute medizinische und soziale Betreuung der Frauen und ihrer Kinder vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit das zentrale Anliegen des Deutschen Hebammenverbandes. Als Mitglied in der European Midwives Association (EMA), im Network of European Midwifery Regulators (NEMIR) und in der International Confederation of Midwives (ICM) setzt sich der Verband auch auf europäischer und internationaler Ebene für die Stärkung der Hebammenarbeit sowie die Gesundheit von Frauen und ihren Familien ein.


Kategorie: 9. Offene Akademie Gelsenkirchen 2015, Aktuelles

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