Entsolidarisierung und Entdemokratisierung durch Hartz IV

Vorlesung von Inge Hannemann, Hamburg, auf der Offfenen Akademie Gelsenkirchen am Sonntag, 27.9., 16.00 Uhr

Die Agenda 2010 hat eine unsoziale Gesellschaftsspaltung hervorgebracht, die zu einer Entsolidarisierung und Entdemokratisierung führt. Sie schuf eine Stigmatisierung von Langzeitarbeitslosen und signalisiert Ausgrenzung. Die Betroffenen gelten als unqualifiziert und vom Rest der Gesellschaft abgehängt.

Inge Hannemann ist gelernte Speditionskauffrau, sie studierte Fachjournalistik und Public Relations. Aufgrund ihrer öffentlichen Kritik an der Umsetzung von Hartz IV wurde sie Ende 2014 in das Integrationsamt der Sozialbehörde in Hamburg versetzt. Dort arbeitet sie in Teilzeit, da sie auch noch ein Mandat für Die Linke in der Bürgerschaft Hamburg besetzt. 2012 veröffentlichte sie eine qualitative und quantitative Studie über die „Negative psychische Auswirkungen durch den Bezug von Hartz IV“. Im Mai 2015 ist ihr Buch „Die Hartz IV Diktatur“ (Rowohlt) erschienen. Sie hat mehrere Fachartikel über Arbeitsmarktpolitik und deren Folgen sowie Verwaltungsethik in Fachbüchern oder Publikationen veröffentlicht.


Kategorie: 9. Offene Akademie Gelsenkirchen 2015, Aktuelles

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