Rolf Gössner erhält den Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik 2012

(aktualisiert 27.5.2012)
Am  15. Mai 2012 hat die “NEUE RHEINISCHE ZEITUNG” (NRhZ) den Kölner Karls-Preis für engagierte Literatur und Publizistik an  Dr. Rolf Gössner vergeben “für seine Bücher und Vorträge, aktuell aber auch als Anerkennung für seinen Doppelsieg über die NRW-Verfassungsschutzbehörde und das Bundesamt für Verfassungsschutz”, das ihn seit 1970 ununterbrochen überwachen ließ.

Rolf Gössner ist mehrmaliger Referent der Offenen Akademie und Mitglied ihres Wissenschaftlichen Beirats. Auszüge aus seinen Arbeiten zur Symbiose von Verfassungsschutz und Neofaschisten sind auf der Webseite der Offenen Akademie zu lesen.

Die Offene Akademie gratuliert Ihrem Mitstreiter herzlich.

Bei der aus diesem Anlass vorgenommen Würdigung der Arbeit von Rolf Gössner kommt auch zum Ausdruck, über die Tragweite dessen, was aufgedeckt wurde, nachzudenken. Dr. Werner Rügemer, ebenfalls Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats, hielt die Laudatio. Er bemerkt zu den Folgen der Tätigkeit dieses sogenannten „Verfassungsschutz“:

„Eine davon ist bekanntlich, dass das NPD-Verbot vor dem Bundes-Verfassungsgericht scheiterte: Das Gericht konnte nicht erkennen, ob in den Leitungsfunktionen der NPD die NPD sitzt oder der Verfassungsschutz! Und ob der Verfassungsschutz das Programm der NPD schreibt oder ob die NPD die Richtlinien des Verfassungsschutzes schreibt.“
Und er stellt fest:
„Überhaupt, so finde ich, ist es eine Beleidigung für die menschliche Erkenntnisfähigkeit, wenn geheimdienstliche Produkte als ‚Erkenntnisse‘ bezeichnet werden.“ Die vollständige Laudatio ist bei der Neuen Rheinischen Zeitung zu lesen.

Auch Frau Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Präsidentin der Deutschen Sektion der Internationalen Liga für Menschenrechte, würdigte die Arbeit von Rolf Gössner. Den Verfassungsschutz benennt sie als „kriminelle Agentur“. Ihr gesamter Beitrag ist bei der Neuen Rheinischen Zeitung zu finden

Doch ausgerechnet diese Agentur soll, so die vom Bundeskabinett beschlossene Vorlage für das Jahressteuergesetz 2013, entscheiden, wer gemeinnützig ist. Wen diese Agentur als „extremistisch“ einstuft, der verliert die Anerkennung als gemeinnützig und damit die Möglichkeit zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Spenden. Das ist, angesichts der Wertung von  Prof. Dr. Reisin, unfassbar.


Kategorie: Aktuelles

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